Katholischer Deutscher Frauenbund
KDFB Bezirk Kempten
Bunte Vielfalt der Frauen
Gesellschaftspolitisch, kirchlich und sozial engagiert vertreten wir die Interessen von Frauen.

„Schlussdokument der Synode öffnet Türen

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Köln, 26.10.2015 – Mit gemischten Gefühlen reagiert der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) auf das am 24. Oktober von der Weltbischofssynode verabschiedete Schlussdokument „Relatio synodalis“. „Wir begrüßen, dass in großer Offenheit strittige Themen diskutiert wurden und dabei die Ergebnisse der weltweiten Befragung von Gläubigen einbezogen wurden“, so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. „Darin sehen wir eine neue Diskussionskultur in der katholischen Kirche und eine Unterstützung des Reformwillens von Papst Franziskus.“ Der Verband danke dafür insbesondere den Bischöfen der deutschsprachigen Arbeitsgruppe.

Positiv bewertet der KDFB, dass unterschiedliche Lebenswirklichkeiten von Familien
wahrgenommen und ihre Anliegen gerade auch in der Kirche gestärkt würden.
Das Dokument nehme eine konsequent pastorale Perspektive ein, setze auf
Integration statt Verurteilung und berücksichtige kulturelle Differenzen.
„Bei der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen hätten wir uns jedoch einedeutlichere Formulierung gewünscht, so wie sie bereits vorher von der deutschsprachigen Arbeitsgruppe vorgeschlagen wurde“, betont Maria Flachsbarth. „Wir sehen aber, dass das Schlussdokument die Türen für weitere theologische und pastorale Überlegungen öffnet“.
Der Frauenbund habe auch gehofft, dass sich die Synode im Zusammenhang mit Teenager-Schwangerschaften mit der in einigen Ländern immer noch hohen Müttersterblichkeit befasst und empfohlen hätte, dass das Kirchenrecht künftig das Mindestheiratsalter von 14 Jahren für Frauen jenem der Männer (16 Jahre) angleiche. Dankbar sei der KDFB dafür, dass das Abschlussdokument Anknüpfungspunktefür eine sachliche Auseinandersetzung mit Gendertheorien biete und darauf hinweise, dass die Kirche zur größeren Wertschätzung von Frauen beitragen könne, indem sie Frauen an Entscheidungsprozessen beteilige, ihnen Leitungsfunktionen übertrage und sie in die Priesterausbildung einbeziehe.

Der KDFB werde sich weiterhin in Kirche und Gesellschaft für gute Lebensbedingungen von Familien und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Frauen und Männern einsetzen, so die KDFB-Präsidentin.

Redaktion: Gabriele Klöckner

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 200.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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08.12.2015
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